Umweltbundesamt-Chef
“Ökostrom ist ein Preisdrücker“
Der Chef des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, hat klare Worte gefunden zu der Frage, wie die erneuerbaren Energien tatsächlich den Strompreis beeinflussen.
Anlässlich einer Energiekonferenz in Weimar befragte das Thüringen-News-Portal tlz.de den 48-Jährigen Flasbarth zu den wirtschaftlichen Hintergründen der Erneuerbaren.
Der Umweltamts-Chef verwies vor allem auf den positiven Effekt auf den Arbeitsmarkt. Seit 2004 habe sich die Zahl der Beschäftigten in der Branche verdoppelt. Bis 2030 rechne er mit insgesamt 500.000 Arbeitnehmern im Bereich erneuerbare Energien.
Interessant auch die Einschätzung Flasbarths zur Photovoltaikförderung. „Wir sollten keine Schwarz-Weiß-Malerei betreiben“. Zwar halte er eine Senkung der Einspeisevergütung für mit Solaranlagen erzeugten Strom für sinnvoll.
Aber die Kritik, Solarstrom sei verantwortlich für steigende Strompreise, teile er nicht. „Der Ökostrom wirkt auch als Preisdrücker, besonders in Zeiten starker Nachfrage“, so Flasbarth. Allerdings hätten die Stromkonzerne die gesunkenen Beschaffungspreise nicht an die Kunden weitergegeben.

[...] Vertrages müssen Sie achten und das Kündigungsschreiben entsprechend rechtzeitig versenden. Auch klimafreundlich erzeugter Ökostrom kann als Vorgabe gewählt werden. Der Strompreis eines solchen Stromtarifs kann durchaus auch [...]