Durchgesickert

EEG-Umlage stagniert

Entgegen vieler Erwartungen wird die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG-Umlage) im kommenden Jahr kaum steigen.

Von 3,53 auf 3,589 Cent steigt die EEG-Umlage im kommenden Jahr, obwohl der Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voranschreitet. Das sind gleich zwei gute Nachrichten – für die Umwelt und für die Verbraucher.

Die EEG-Umlage ist, wie der Name schon andeutet, im Gesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energien (EEG) geregelt. Wer erneuerbaren Strom erzeugt, bekommt eine Vergütung. Das Budget stammt aus einer auf mehr oder weniger viele Schultern verteilte Sonderzulage, die über die Stromrechnung eingenommen wird.

Wie die vergleichsweise geringe Steigerung der EEG-Umlage zustande kommt – das ist noch nicht raus. Spekulationen werden laut, dass Kanzlerin Angela Merkel persönlich darauf gedrängt haben soll. Motiv: Die Energiewende solle nicht in Misskredit geraten. So oder so ähnlich wird in mehreren Medienberichten argumentiert. Doch das klingt eher unplausibel, da die Kanzlerin bislang wenig Begeisterung für den Ausbau der erneuerbaren Energien zeigte.

Wahrscheinlicher sind da schon folgende Gründe:

  1. Die Deutsche Energieagentur, die den Betrag berechnet, hat mal wieder einen Zahlendreher in der Bilanz. Ein simpler Rechenfehler hatte beispielsweise dazu geführt, dass die EEG-Umlage 2011 deutlich zu hoch angesetzt worden war.
  2. Und damit sind wir auch schon bei der zweiten plausiblen Erklärung. Weil 2011 zu viel „umgelegt“ wurde, muss es im kommenden Jahr auch nicht so sehr steigen. Gegen diesen Punkt spricht allerdings, dass die Netzbetreiber ein dickes Minus auf dem Umlagekonto melden.

Ursprünglich sollte die Höhe der EEG-Umlage erst am morgigen Freitag bekannt gegeben werden. Es besteht also Hoffnung, dass noch die eine oder andere offizielle Erklärung für die Umlagenstagnation kommt.

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