Photovoltaik-Förderung

EEG-Umlage zu hoch angesetzt

Hat eine peinliche Rechenpanne dazu geführt, dass die Photovoltaik in Deutschland massiv als Kostentreiber kritisiert wurde?

Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass die derzeit auf die Stromkunden umgelegten Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien zu hoch angesetzt sind. 2012 wird die Umlage demnach wieder unter 3 Cent sinken.

3,5 Cent je Kilowattstunde Strom zahlt der Verbraucher derzeit über die Stromrechnung in den Umlagen-Topf. Die Umlage ist im Gesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energien (EEG) geregelt.

Ausschlaggebend für die aktuell bei 3,5 Cent angesetzten Zuschläge war eine Prognose des Leipziger Instituts für Energie (IE). Das IE arbeitet laut eigener Referenz-Liste häufig für Energieunternehmen wie beispielsweise Vattenfall.

Die Forscher aus Sachsen waren davon ausgegangen, dass 2010 und 2011 rund 9,5 Gigawatt Photovoltaik-Leistung in Deutschland neu installiert wurden. Genaue Zahlen für 2010 gibt es noch nicht, aber höchstwahrscheinlich liegt der Zubau deutlich unter der Prognose. Deutlich heißt in dem Fall, dass laut Medienberichten bis zu 3 Gigawatt weniger installiert worden sein könnten.

Aufgrund der Erkenntnisse geht das Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) davon aus, dass es neuer Berechnungen bedarf. Das kommuniziert auch Bundesregierung.

In einer Antwort auf die Anfrage des Grünen-Politikers Hans-Josef Fell schreibt eine CDU-Staatsekretärin: „Dies deckt sich mit aktuellen Untersuchungen für das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, die davon ausgehen, dass auch die Umlage 2011 im Nachhinein betrachtet, das heißt berechnet anhand der erst im kommenden Jahr abschließend vorliegenden Ist-Daten für 2011, unter 3 ct/kWh liegen wird.“

Offen ist, ob die Einspeisevergütung für Solarstrom auch wieder angehoben wird. Die wurde nämlich gekürzt mit der Begründung, dass die Förderung sonst zu teuer werde.

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