50 statt 21 Prozent des Bedarfs sind machbar

IEA revidiert Aussicht für Solarenergie

Die Internationale Energie-Agentur (IEA) geht jetzt doch davon aus, dass der Nutzung der Sonnenenergie die Zukunft gehört. Photovoltaik und Solarthermie sollen binnen 50 Jahren den größten Teil des weltweiten Energiebedarfs decken.

Photovoltaik und Solarenergie werde die Energie-Hauptquelle der Zukunft sein, wird IEA-Analyst Cedric Philibert von der Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert. Er denkt dabei an einen Anteil von mehr als 50 Prozent an der gesamten Energieerzeugung.

Klar: Das Solarpotenzial für die Versorgung privater Haushalte liegt auch in Deutschland bei mehr als 100 Prozent. Heißt: Würden bloß die geeigneten Hausdächer mit Solaranlagen bestückt, wäre der Strombedarf der Verbraucher gedeckt.

Aber die Industrie ist in den recht optimistisch klingenden Berechnungen bislang weitgehend außen vor. Besonders in Deutschland zieren sich die Verbände noch weitgehend, den Einsatz der erneuerbaren Energien zu empfehlen. Stattdessen warnte beispielsweise der Dachverband BDI vor der Abwanderung energieintensiver Wirtschaftszweige aufgrund der Energiewende.

IEA-Experte Philibert räumt jedoch mit dem gängigen Vorurteil auf, dass Erneuerbare und Industrie nicht zusammenpassen. Das macht er beispielsweise auch wieder heute in Kassel auf einer Tagung.

Philibert krempelt mit seiner 50-Prozent-These die gängigen Aussichten gründlich um. Bislang ging die IEA davon aus, dass durch Sonnenenergie 21 Prozent des weltweiten Energiebedarfs bis 2050 gedeckt werden könne. Eine ausführliche Studie will die IEA noch in diesem Jahr vorlegen.

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