Elektromobilität
Japaner führend bei Elektroautos
Die Unternehmensberater von McKinsey haben den Markt für Elektroautos unter die Lupe genommen und kommen zu einem klaren Fazit.
Japans Autoindustrie ist führend bei den Elektroautos. Das ist das Ergebnis aus dem Elektroauto-Index Evi der Unternehmensberatung McKinsey. Damit sind die Japaner an den Amerikanern vorbeigezogen. Der Evi-Index misst vierteljährlich die Nachfrage und das Angebot von Elektroautos.
Laut McKinsey hat der japanische Elektroaufstieg vor allem mit der Hybrid-Technologie zu tun. Hybrid-Autos nutzen zwei Kraftquellen, den Elektromotor und einen Benziner, der entweder bei leeren Batterien als Antrieb einspringt oder für neuen Strom im Auto sorgt. Der Hybrid – der Mischling – sei die die ideale Brückentechnologie auf dem Weg zum reinen Elektroauto, wird McKinsey in mehreren Medien zitiert.
Der eine oder andere Leser wird sich noch an die Kontroverse vor mehreren Jahren erinnern, als die damalige Umweltministerin und Grünen-Politikerin Renate Künast in einer beliebten Talkshow zum Kauf eines Toyotas riet, da die deutschen Hersteller den Trend zum Stromern verschlafen hätten. Damals war gerade der Hybrid-Toyota „Prius“ auf den Markt gekommen.
Toyota verkaufte bislang weltweit 3,5 Millionen Hybridautos. Laut Medienberichten surren mehr E-Autos über Japans Straßen als in jeder anderen Autonation. Hinter Japan, dem neuen Spitzenreiter in Sachen E-Autos, und dem neuen Zweitplatzierten, den USA, rangieren Deutschland und Frankreich gleichauf gefolgt von China, Großbritannien und Italien.