Energiespeicherung
Lithium-Vorkommen reichen dicke
Wer erneuerbare Energien speichern will, müsste sich laut einer aktuellen Studie keine Sorgen machen. Allerdings liegen große Teile bekannter Lithium-Quellen in politisch instabilen Regionen.
Das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW) hat jetzt die Verfügbarkeit des Leichtmetalls untersucht. Fazit: Die Lithium-Quellen sollten den steigenden Bedarf an Energiespeicher-Medien decken können.
Weitere Ergebnisse der Studie:
- Lithium wird derzeit besonders für die Produktion von Glas und Keramik benötigt.
- Der zweitgrößte Anwendungsbereich sind Lithium-Ionen Batterien. Sie sorgen vor allem in Laptops und Mobiltelefonen für die Stromversorgung.
- Zukünftig könnte mit dem Lithiumbedarf für die geplanten Großbatterien in Elektroautos der Rohstoffbedarf zusätzlich um ein Vielfaches steigen.
- „Es sind ausreichend identifizierte Lithium-Quellen vorhanden und neue Produktionskapazitäten für Lithium geplant“, erklärt Autor Benjamin Schott.
- „Zwischen 135 und 160 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalenten sind weltweit bekannt. Das reiche für rund zehn Milliarden Elektrofahrzeuge.
- Rein rechnerisch könne man damit 200 Jahre lang jährlich 50 Millionen Fahrzeuge bauen.
Wirtschaftliches Potenzial enorm
Allerdings liege der Großteil der Lithium-Ressourcen liege in politisch weniger stabilen Ländern, etwa Bolivien und Chile. Daher sei es wichtig, die Aufbereitung benutzter Akkus zu erforschen. Das sei eine riesen Chance für die deutsche Wirtschaft sich hier vielfältige neue Wertschöpfungschancen zu erobern.