CO2-Speicherung

Lobbyist verliert Hoffnung auf CCS-Technik

Die Bundesregierung und allen voran Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) will das Kohlendioxid aus Kohlekraftwerken in der Erde versenken. Doch für die so genannte CCS-Technologie fehlt bislang das funktionierende Vorzeigeprojekt. Bürger protestieren gegen die geplanten Lagerstätten. Und selbst die Kraftwerkslobby lässt die Hoffnung sinken.

“Je länger Zusagen der Länder für eine Nutzung der unterirdischen Speicher auf sich warten lassen, desto unwahrscheinlicher wird es, dass die CCS-Technik überhaupt jemals im großen Maßstab eingesetzt wird“, urteilt das „ManagerMagazin“.

Und die Länder lassen tatsächlich auf sich warten. In Brandenburg sollen CCS-Speicher entstehen. Doch Ministerpräsident Platzeck (SPD) macht keine Anstalten, sein Bundesland zum Versuchskaninchen für eine nur unter Umständen zukunftsträchtige Technologie zu machen.

Zudem sagen Klimaforscher voraus, dass frühestens 2025 im großen Stil CO2 in der Erde verpresst werden könne – ein Zeitpunkt, zu dem die erneuerbaren Energien längst den Bedarf an Strom decken würden.

Und so macht sich Resignation breit unter den CCS-Lobbyisten. Michael Donnermeyer, IZ-Klima-Chef und damit Meinungsmacher für Vattenfall, RWE und Eon, zeigte sich ebenfalls ernüchtert. Warum die Unternehmen in die Technologie investieren sollten, wird er zitiert, wenn es keine Standorte gebe.

CCS war bislang die große Hoffnung der Kohlekraftwerks-Betreiber, ihren billig erzeugten Strom vom Makel der Umweltverschmutzung zu befreien. Ob die CO2-Lagerung allerdings so reibungslos funktioniert, wird unterdessen angezweifelt. Kritiker befürchten chemische Wechselwirkungen im Boden und eine Belastung des Grundwassers.

2 Kommentare

  1. Carl.Weiss sagt:

    Die Buerger fuerchten weniger dass ein wenig Gas austritt, oder dass Grund- ( Trink- ) Wasser versalzt. Sondern dass z.B bei eiem Rohrbruch mal eben 100 Mio Tonnen CO2 unter dem Verpressdruck von 250 atm herausschiessenb, und ( CO2 ist schwerer als Luft ) sich ueber das Land legt. Dann sind mal eben 2,4 Millionen Menschen erstickt.
    In den geforderten 10000 Jahren ( offizielle Forderung nach Dichtheit der Endlager. Frage: ist das CO2 danach nicht mehr klimaschaedlich? Oder wie ist die Nummer zu verstehen?) wird ein solcher Schaden mit Sicherheit passieren. Und 100 Mio Tonnen sind ja nur ein “kleines Endlager”. Geplant ist fuer die Verpressung in Deutschland 50 Milliarden (!) Tonnen.
    Sagen wir mal so: Die Vorstellung, CO2 unter einem Druck von 250 atm unterirdisch endzulagern ist einfach nur albern.

    Adolf Hitler hat 6 Millionen vergast. Offenbar will die Bundesregierung das mittels des CCS Gesetzes uebertreffen

  2. [...] Und auch die Lobbyisten des Vereins IZ-Klima, welches u.a. von den vier großen Energiekonzernen finanziert wird, verlieren die Hoffnung auf die Durchsetzung der Technologie. So äußerte Michael Donnermeyer, IZ-Klima-Chef, dass sich eine Investition der Unternehmen nicht lohne, wenn es … [...]

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