Ausblick der Strombörse
Niedrige Strom-Börsenpreise treiben EEG-Umlage hoch
Laut Leipziger Strombörse wird der Strompreis in den kommenden Jahren nur unmerklich steigen. Die Handelsplattform hat ihren Strom-Future-Phelix veröffentlicht, also den Index, der aus bestehenden Marktdaten einen Ausblick in die mittelfristige Zukunft gewährt. Interessanter Aspekt: Durch das satte Angebot, sinken die Handelpreise für Strom teils unter Null. Doch das führt unter anderem zu einer steigenden EEG-Umlage.
Laut Strombörse Leipzig ist bis 2016 mit einem Anstieg des Börsenpreises von ca. 3 Prozent zu rechnen. Damit würde das Megawatt durchschnittlich 59 Euro statt der aktuell durchschnittlichen 57,75 Euro kosten.
Ausschlaggebend für die Preisstabilität scheinen die erneuerbaren Energien zu sein. Trotz Atomausstieg bleibt das Angebot auf dem Strommarkt hoch und auch der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Monate, normalerweise ein Nachfrage-Treiber, scheint sich nur unmerklich auf die Preise auszuwirken.
Das pralle Angebot an Strom sorgt sogar zeitweise für negative Strompreise. Das klingt zunächst gut, hat aber auf den zweiten Blick einen Pferdefuß: Die EEG-Umlage wird laut Strombörse dadurch nämlich in die Höhe getrieben.
Die EEG-Umlage gleicht die Differenz aus, die zwischen Marktpreis und der garantierten Einspeisevergütung liegt. Heißt: Je kleiner der Preis, desto höher die Umlage. Natürlich steigt die Umlage auch, weil immer mehr erneuerbare Energie-Quellen entstehen.