Rekord

Photovoltaik drückt Strom-Börsenpreis auf 2,5 Cent

Die Kollegen der Fachzeitschrift PHOTON wollen es schon 2008 haben kommen sehen. Jetzt war es tatsächlich so weit: Am Nachmittag des letzten Samstags lag der Handelspreis an der Leipziger Strombörse auf dem Niveau des Nachtstromtarifs.

Zwar zeigt sich der Sommer derzeit von seiner weniger sonnigen Seite. Trotzdem beeinflusst die Photovoltaik die energiepolitische Großwetterlage merklich. Wochenends zwischen 15 und 16 Uhr liegt der Börsenpreis für die Kilowattstunde Strom normalerweise bei gut 5 Cent. Am 16. Juli 2011 lag er bei 2,5 Cent.

Entscheidenden Einfluss hatten laut PHOTON die im Netz anliegenden 12 Gigawatt Solarenergie und sechs Gigawatt Windstrom. Das Phänomen werde aller Voraussicht nach zum Trend: Der Strom-Börsenpreise werde in den Sommermonaten tagsüber während immer längerer Zeiträume unter das Niveau der Nachtpreise fallen.

Der Verbraucher hat davon zunächst wenig. Die Versorger kaufen ihren Strom nämlich lange im Voraus. Die großen Stromabnehmer wie beispielsweise Industriebetriebe können davon jedoch sofort profitieren.

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