Unternehmensberatung
Photovoltaik-Unternehmen sollen Internationalisierung forcieren
Die Unternehmensberatung Oliver Wyman hat ihrer Studie den bezeichnenden Titel “Win or lose im globalen Photovoltaikmarkt” gegeben. Demnach werden die USA und Asien zu den wichtigsten Schauplätzen der künftigen Entwicklung.
Während die hiesigen Anlagenbauer und Elektronikunternehmen auch weiterhin weltweit eine starke Position einnehmen, würden viele Zellen- und Modulhersteller mangels Finanzkraft nur mit Partnern in den Wachstumsmärkten der Zukunft überleben können, so Wyman.
Grund sei, dass der Photovoltaikmarkt vor einem gravierenden Wandel stehe. Laut European Photovoltaic Industry Association (EPIA) werden bis 2015 weltweit rund 23,9 Gigawatt (GWp) Leistung installiert, was einem jährlichen Wachstum von fast acht Prozent entspricht. Dieses werde weitgehend in den USA und in Asien stattfinden.
Der Anteil Europas am globalen Zubau wird Schätzungen zufolge bis 2015 auf 37 Prozent abrutschen. Im vergangenen Jahr belief er sich noch auf 80 Prozent. Speziell Deutschland verliert dabei seine bislang dominante Position.
Vor allem Zellen- und Modulhersteller stünden unter Druck. Aber auch Händler, Systemintegratoren und Installationsunternehmen seien gefordert, nachhaltig ins Ausland zu expandieren.
Mittelfristig könnten Regionen wie Nordafrika und der Mittlere Osten, aber auch europäische Regionen wie die Türkei lohnende Expansionsoptionen sein. In erster Linie jedoch gelte es, sich Zugang zum US-Markt zu verschaffen. Der bereits ab dem kommenden Jahr zur „Megaarena in der globalen Photovoltaikszene“ werde.