Technik-Innovationen
Die schwimmende Solaranlage
Italienische Entwickler haben eine Solaranlage präsentiert, die aus schwimmenden Modulen besteht und auch noch Rekord-Leistung abliefert.
Geht die Photovoltaik bald Offshore? Vor gut einem Jahr war eine solche Meldung die PR-Ente im Nachrichtenstrudel der Branchenmesse Intersolar. Damals gab ein Unternehmen bekannt, dass ob der besseren Bedingungen auf hoher See demnächst die erste Solaranlage im Meer entstehen solle. Tatsächlich war das Ganze als beißende Kritik gedacht an den vergleichsweise hohen Vergütungssätzen für Offshore-Windkraft.
Doch jetzt gibt es sie – die schwimmende Solaranlage. Forscher aus Italien haben die erste Versuchsanlage auf einem See in der Nähe von Pisa „montiert“. Und mit dem ungewöhnlichen Standort geben sich die Erbauer nicht zufrieden.
Die Solarmodule, die das Sonnenlicht in Strom umwandeln, sollen sich auch noch optimal zu den Sonnenstrahlen ausrichten. Zusätzlich sorgen Reflektoren dafür, dass das ohnehin auf der Wasseroberfläche reflektierte Licht verstärkt auf die Module trifft. Dazu kommt noch die Tatsache, dass die Anlage ständig gekühlt wird.
Das zusammen soll laut Medienberichten dafür sorgen, dass die Photovoltaikanlage jährlich 2.000 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt Leistung abliefert. Das wäre selbst für Italien ein Extremwert, wo herkömmliche Anlagen um die 800 KW weniger Strom jährlich produzieren.