Metastudie
Germanwatch berechnet Nutzen der Energiewende
Die Organisation Germanwatch hat zahlreiche Quellen ausgewertet und kommt zu dem Schluss: Der Strompreis wird durch den Ausbau der erneuerbaren Energien langfristig sinken.
Sie nennen es eine Metastudie, ein Papier also, das Daten und Erhebungen anderer Institute aufgreift. Der Nutzen des Germanwatch-Papiers ist also nicht unbedingt, dass darin neue Erkenntnisse stehen. Aber es ist eine gute Zusammenfassung dessen, was zum Thema Energiewende bereits berechnet wurde.
„Warum sich die Energiewende rechnet“ gibt’s auf den Seiten von Germanwatch.
Die Ergebnisse zeigen, dass im Vergleich der volkswirtschaftliche Nutzen der Erneuerbaren Energien deutlich höher ist als die Mehrkosten. Weitere Gründe für die Erneuerbaren Energien: Sie verringern Klimaschäden, dienen als Konjunktur- und Jobmotor und führen mittelfristig zu günstigeren Strompreisen.
Die Berechnungen zeigen, dass die Mehrkosten für Strom aus Erneuerbaren bis 2020 ihren Höhepunkt erreichen. Noch vor dem Jahr 2030 wird Erneuerbarer Strom günstiger sein als Strom aus konventionellen Kraftwerken. Diese werden durch steigende Rohstoffpreise voraussichtlich immer teurer werden.
Auch die Befürchtung einer möglichen Deindustrialisierung Deutschlands wird nicht bestätigt. Energieintensive Industrien zahlen meist nur eine geringfügige EEG-Umlage oder produzieren ihren Strom sogar abgabefrei selbst. Gleichzeitig profitieren Unternehmen von den bereits spürbaren Strompreissenkungen durch die Erneuerbaren Energien an der Strombörse, wenn sie dort direkt ihren Strom beziehen.
Die Vorbehalte gegen die Energiewende seien nicht nur umweltpolitisch gefährlich, heißt es seitens Germanwatch. Die Gegner der erneuerbaren Energien gefährdeten auch Arbeitsplätze.
