Photovoltaik &
Marktforscher prognostiziert Netzparität ab 2012
Die Nachfrage nach Solarstromanlagen in Deutschland hat laut dem Marktforscher EuPD angezogen. Vor allem im Juni sei die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Verbraucher noch schnell investieren, um sich optimale Einspeisevergütungssätze zu sichern. Steigende Strompreise und sinkende Einspeisevergütungen würden zudem dafür sorgen, dass schon 2012 die Netzparität erreicht sei.
In den ersten Monaten 2011 sei die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen verhalten gewesen, so EuPD Research. Doch bereits jetzt spürten die Unternehmen ein großes Interesse der Verbraucher.
Die Zubauzahlen der Bundesnetzagentur für März bis April, auf deren Grundlage die Einspeisevergütung für Solarstrom angepasst wird, stehen noch aus. EuPD Research schätzt, dass 1,2 Gigawatt Solastromleistung neu gebaut wurden. Daraus ergebe sich eine Absenkung der Einspeisevergütung zur Jahresmitte um 6 Prozent.
Im Juni erwartet EuPD Research beträchtliche Vorzieheffekte und den Zubau von rund 1,6 Gigawatt. Für das zweite Halbjahr prognostiziert EuPD Research erneut kräftiges Wachstum und einen Zubau von insgesamt mehr als 5 Gigawatt.
Sinkende Einspeisevergütung und steigende Strompreise würden zudem den Markt verändern. Künftig werde die Kostenersparnis durch Photovoltaik eine zentrale Rolle spielen – beispielsweise durch den Eigenverbrauch von Solarstrom.
Ab 2012 könne bereits die so genannte Netzparität erreicht sein. Netzparität bezeichnet den Punkt, an dem Solarstrom so günstig produziert wird, dass der eingekaufte Strom vom Versorger teurer ist.
