Erneuerbare Energien

Ökostrom im Gasnetz speichern

Photovoltaik und Windkraft erzeugen bereits jetzt je nach Wetterlage so viel Strom, dass er gar nicht verbraucht wird. Es fehlt ein leistungsfähiger Stromspeicher, der Angebot und Nachfrage ausgleicht.

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) arbeitet daran, die Energie aus Ökostrom in Gas zu speichern. Die Technologie ist bekannt. Es geht darum, die Kosten für das Verfahren zu senken.

Die derzeit in Deutschland vorhandenen Energiespeicher reichen nicht, um längere Versorgungszeiten zu gewährleisten. Neuen Pumpspeicherwerke, die mit Turbinen Wassermassen bewegen, haftet das Manko der „Großprojekte“ an. Wer will schon Quadratkilometer an Naturfläche gegen einen industriell genutzten „Stausee“ tauschen?

Andere Lösungen, wie die derzeit diskutierte Speicherung von Strom in einem Netz aus Elektro-Autos oder Druckluftspeicher, haben vergleichsweise kleine Kapazitäten. Hingegen geht das ZSW davon aus, dass bereits in 10 Prozent des Gasnetzes der Republik Platz für 20 bis 30 Terawattstunden ist.

Insgesamt beträgt die Speicherkapazität des Gasnetzes laut ZSW über 200 Terawattstunden. Das Stromnetz verfügt nur über 0,04 Terawattstunden. Deutschland verbraucht jährlich mehr als 500 Terawattstunden Strom.

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